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06/07 2022

Bericht der Sächssichen Zeitung zum Pokalfinale

Der dem Großenhainer FV sehr nah stehende SZ-Redakteur Thomas Riemer hat ebenfalls einen Bericht zum Spiel geschrieben, hier ist er:

Die zweite Mannschaft des Großenhainer Fußballvereins ist Kreispokalsieger. In einem turbulenten Finale bezwangen die Schützlinge von Trainer Mike Kutsche am Sonnabend die SG Kreinitz mit 3:2.

Vor fast 500 Zuschauern auf der Jahnkampfbahn war die GFV-Reserve in der ersten Halbzeit die klar dominierende Mannschaft und führte nach Treffern von Max
Kirsche (14.) und Kevin Jähnig (36.) mit 2:0.Auch nach dem Wechsel änderte sich am Spielverlauf zunächst nichts. Doch nach einer umstrittenen Gelb-Roten Karte für Florian Beutke mussten die Röderstädter eine halbe Stunde in Unterzahl spielen. Kreinitz witterte Morgenluft und kam durch Arthur Schamber (70.) und Lucas Scheffler (78.) zum Ausgleich. Als alle sich bereits mit einer Verlängerung abgefunden hatte, schlugen die Großenhainer Joker zu. Nach feiner Vorarbeit von Boubacar Diallo netzte der erst fünf Minuten vorher eingewechselte Ludwig Weiß quasi mit dem Schlusspfiff per Flachschuss ein.

Es war kein Spiel für schwache Nerven – vor allem in Hälfte Zwei. Immer wieder lautstark von Coach Kutsche angetrieben, rollte vor der Pause eine wahre Angriffswelle gen Kreinitzer Tor. Das wurde gehütet vom langjährigen GFV-Keeper Mirko Roßmüller, der vor dem Spiel aus Großenhain verabschiedet wurde und nun in Kreinitz zwischen den Pfosten steht. Er machte seine Sache gut, war aber bei den Gegentoren machtlos. Die SG agierte defensiv – nur Altmeister Rene Kögler wurde immer wieder gesucht und sorgte für diesen oder jenen Konter-Schockmoment. Ansonsten dominierte die GFV-Reserve, weil insbesondere Florian Beutke und A-Junioren-Talent Paul Krauspe mit Spritzigkeit für viel Unruhe sorgten. Dann die Wende: Ein Allerweltsfoul ahndete der nicht gänzlich überzeugende Schiedsrichter Frank Lorenz aus Riesa mit der Ampelkarte für Beutke. Kreinitz nutzte das gnadenlos aus und kam zum Ausgleich. Jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe. GFV- Trainer Kutsche wollte mit seinen Wechseln in der Schlussphase für Entlastung in der Offensive sorgen – und das funktionierte perfekt. Als in der 90. Minute Boubacar Diallo gleich zwei Gegenspieler düpierte und überlegt in den Strafraum legte, traf Ludwig Weiß ebenso abgebrüht. Alles andere danach war nur noch grenzenloser Jubel beim GFV. Für die Sieger ging es nach dem Spiel sogar per Bahn-Konvoi auf Siegeszug durch die Innenstadt. „Wir werden sicher ein bissel feiern“, zwinkerte Mike Kutsche.

Der Kreinitzer Trainer Raik Förster gestand nach dem Abpfiff, dass seine Mannen das Spiel schon in der ersten Halbzeit verloren. „Das Ende nun ist wiederum tragisch und bitter“, spielte er auf den späten Großenhainer Siegtreffer an. Großenhains Trainer Mike Kutsche indes war überglücklich. „Ich kann zwar heute keine Lanze für den Schiedsrichter brechen und hatte zwischendurch auch weiche Knie“, so Kutsche. Aber die Moral, die seine Akteure nach dem Ausgleich zeigte, „spricht für die Mannschaft“. Die GFV-Reserve steht damit unmittelbar vor dem Double. In der Kreisoberliga fehlt noch ein einziger Punkt zum Titel. In diesem Fall würde die Mannschaft nächste Saison in der Landesklasse antreten. Dann allerdings ohne das Trainerduo Kutsche/Huste. Beide werden ihre Arbeit zum Saisonschluss beenden – aus gesundheitlichen beziehungsweise zeitlichen Gründen, wie es heißt.

Den Kreispokal der Frauen holte sich der SV Königsblau Gohlis, der Grün-Weiß Ebersbach mit 2:0 besiegte.

Quelle: Sächsische Zeitung/Sport im Elbland/07.06.2022

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