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SV Lampertswalde - SG Kreinitz 3:2 (2:1)

Erste Niederlage der Saison

Es fällt natürlich unheimlich schwer, nach so einem Spiel einen seriösen Bericht zu schreiben. Fakt ist, die Kreinitzer Mannschaft unterlag wieder einmal in Lampertswalde und sie ist gut beraten, die Fehler zuerst bei sich selbst zu suchen, denn da gab es einfach zu viele, um auch solch ein Spiel zu gewinnen.

Was aber leider nicht unerwähnt bleiben darf, ist das Schiedsrichterkollektiv, Jan Lucas Wöllner absolvierte sein erstes Spiel in dieser Liga, unterstützt von Christoph Baier und Eric Winkler. Es bleibt nach diesem Spiel nur ein Fazit, das Trio war hoffnungslos überfordert und war einfach nicht in der Lage, diese Partie geordnet zu leiten. Ich selbst bin seit über 30 Jahren diesem Sport verbunden, aber solch eine Anzahl an gravierenden Fehlentscheidungen hab auch ich noch nicht erlebt. Es fällt schwer, dies in Worte zu fassen und es ist auch unverständlich, warum diesem jungen Schiedsrichter in seinem ersten Spiel nicht zwei erfahrene Assistenten zur Seite gestellt werden. Es ging schon beim Einlaufen los, die Heimmannschaft spielt komplett schwarz, der Schiedsrichter dann natürlich auch, warum nicht? Die beiden Assistenten bevorzugten lieber ein blaues Shirt, Absprache Fehlanzeige und somit war schon der Start sehr kurios und es sollte über die komplette Spielzeit nicht besser werden. Eine Linie war nicht zu erkennen, teils überhartes Einsteigen wurde nicht gepfiffen, Assistent Winkler zeigte Eckbälle auf der gegenüberliegenden Seite an, Handspiele blieben ungeahndet usw., es war der Wahnsinn was hier passierte!

Nun aber mal zum Spiel. Die Gäste aus Kreinitz liefen im 4-1-4-1 auf und bestimmten in den ersten dreißig Minuten komplett das Geschehen auf dem holprigen Geläuf in Lampertswalde. Gegen die extrem tief stehenden Gastgeber, die eigentlich nur bestrebt waren, das Kreinitzer Spiel zu zerstören, fehlten aber die zündenden Ideen, um wirklich Torgefahr zu erzeugen. In der 26. Minute dann aber doch die Führung. Nach einem Einwurf von der rechten Seite kam der Ball zu Rene Kögler und der verwandelte platziert in die linke untere Ecke. Diese sollte aber nicht lange Bestand haben. Martin Zschunke verwandelte einen Freistoß direkt und es ging wieder von vorn los. Makaber daran ist aber, das es beim vermeintlichen Foulspiel, welches zur Entstehung des Freistoßes führte, keine Berührung gab, Schiedsrichter Wöllner sah dies aber anders und pfiff. Nur drei Minuten später dann sogar die Führung für die Gastgeber. Schmidt und Kassner hatten einen totalen Blackout und ließen sich ausspielen wie Schüler und Purl hatte keine Mühe einzuschieben. Kurz darauf hätte Richter sogar das dritte Tor erzielen können. Die Kreinitzer Abwehr wackelte hier aber so richtig. Aber sie fingen sich und kamen auch wieder besser ins Spiel. In der 37. Minute dann die nächste krasse Fehlentscheidung, Rene Kögler wird im Strafraum der Gastgeber brutal von den Beinen geholt, diesen Schlag hat jeder auf und neben dem Platz gehört, Schiedsrichter Wöllner natürlich nicht, weiter spielen sagte er und gab den Elfer nicht.

Somit ging es mit der knappen Führung für die Gastgeber in die Kabinen und es war klar, das Kreinitz hier eine ganze Schippe drauf legen musste, denn man spielte hier nicht elf gegen elf!

Nach dem Wechsel ging es munter weiter, die Gäste weiter spielbestimmend, Lampertswalde verteidigte und suchte ihr Glück in Kontern. Florian Beyer hatte dann die erste große Chance im Spiel, sein Schuss landete aber am Außennetz. In der 63. Minute sollte es dann aber klappen,nach einem langen Ball verschätzte sich Torwart Bade, Rene Kögler war eher am Ball und spitzelte ihn zum Ausgleich ins Netz. Kurz darauf hatte Krawietz die Chance zum Nachlegen, aber es sollte nicht sein. In der 72. Minute dann wieder die Führung für die Heimmannschaft, nach einer Flanke von der rechten Seite verschätzte sich Christian Straube total und Richter erzielte das umjubelte 3:2. In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Wöllner hatte nun komplett den Faden verloren und fing jetzt an, wie wild Karten zu verteilen. Frank Raßmann war einer der Übeltäter, zwei dumme Fouls bedeuteten gelb/rot und nur wenig später durfte Christian Straube auch noch vom Platz. Beide Karten waren aber durchaus berechtigt, sie waren unnötig und schwächen so die Kreinitzer Mannschaft in der kommenden Woche. Trotz Anrennens in den Schlussminuten sollte kein weiteres Tor mehr fallen und die Niederlage war perfekt.

Jetzt heißt es „Mund abputzen“ und nächste Woche wieder auf ein Neues. Mit den gesperrten Spielern wird es nun sicher nicht einfacher, aber mit etwas Wut im Bauch ist schon manches vollbracht worden.

Noch ein abschließendes Wort zum Kollektiv, es war gut das ein Schiedsrichterbeobachter vor Ort war, es war gut, das man mit diesem auch einige Worte wechseln konnte, es war gut, das man dann doch nicht so falsch lag.

Sport frei!

Die SG Kreinitz spielte mit:

Stefan Förster, Lars Kassner, Frank Raßmann, Roy Schmidt (66.min Jens Zschätzsch), Christian Straube, Alex Pätzold, Florian Beyer, Stephan Sander, Kevin Krawietz, Stefan Fabich, Rene Kögler

Die Torschützen:

0:1 Rene Kögler (26.min), 1:1 Martin Zschunke (33.min), 2:1 Marcel Purl (36.min), 2:2 Rene Kögler (63.min), 3:2 Marcus Richter (72.min)