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SG Kreinitz - Lommatzscher SV

Spielabbruch in Kreinitz 

Es sollte das Spitzenspiel des Tages sein, der Dritte empfängt den Ersten. Das es dann so endet, war dem nicht würdig, beschämend für den Fussball! 

Es laufen die letzten Minuten des Spieles beim Stand von 1:1, der LSV bekommt in der eigenen Hälfte einen Einwurf zugesprochen, den Carlo Hanzlik ausführen wird. Was dann passiert ist, geht eigentlich gar nicht. Auch in Folge dessen, das hier mit Sicherheit das Sportgericht einiges an Arbeit bekommt, erspare ich mir die Details. Auf alle Fälle lag der Schiedsrichter-Assistent benommen am Boden und Schiedsrichter Krost brach nach kurzer Rücksprache mit seinen Kollegen die Partie ab. Tumulte am Spielfeldrand, die Ordner hatten zu tun, Ratlosigkeit unter den Zuschauern. So endete ein Spiel, von dem sich sicher alle mehr erhofft hatten. 

Wenn der Dritte den Ersten empfängt, dann hofft man schon schon auf den ein oder anderen Leckerbissen, aber davon war am heutigen Tag nicht so viel zu sehen. Die Gastgeber, die mit einigen Personalproblemen ins Spiel gegangen sind, wollten natürlich für ihren Trainer, der aus Lommatzsch kommt, die drei Punkte erkämpfen. Allerdings steht der Aufsteiger nicht von ungefähr ganz oben, das sollten auch die Männer um Kapitän Bellmann schnell merken. Verfehlte ein Kopfball von Richter in der 13. Minute nur knapp das Ziel, sollte es dann Kahlert nur wenig später besser machen, nach einem langen Ball war er durch und erzielte den Führungstreffer, 12 Minuten waren da gerade einmal gespielt. Das saß auf alle Fälle und die Gäste machten in dieser Phase auch den etwas besseren Eindruck. Vor allem über die Zweikämpfe, die teils mit übertriebener Härte geführt wurden, kamen sie ins Spiel. Vor allem Dirk Thieme fiel mit seinen teils überharten Einsteigens auf. In der 24. Minute bereits verwarnt, hatte er Glück, das er sechs Minuten später nach einem rüden Einsteigen gegen Florian Beyer nicht das Feld verlassen musste. Zehn Minuten später dann der Ausgleich, Traumpass vom überragenden Beyer in den Lauf zu Fabich und der lässt Missbach keine Chance. Martin Heinze hatte dann aber trotzdem noch zweimal die Gelegenheit zur Führung, scheiterte aber beide Male am glänzend reagierenden Stefan Förster im Kreinitzer Tor. 

Nach dem Wechsel dann aber ein anderes Bild, die Kreinitzer Mannschaft bestimmte das Geschehen auf dem Platz. Sie gewannen die Zweikämpfe und erspielten sich auch die Chancen. Gästetrainer Kahlert musste wechseln, erneut foulte Thieme, eine letzte Ermahnung vom Schiedsrichter und sicherheitshalber ging er vom Platz. Aber es wurde nicht besser, der gerade erst eingewechselte Steve Hübner brachte es fertig, 11 Minuten später den Platz mit der gelb/roten Karte wieder zu verlassen, das muss man erst einmal schaffen. Es spielte nur noch eine Mannschaft und was war die in den grün/weißen Trikots. Aber es war auch Wahnsinn, was an Chancen liegen blieb. Der beste Lommatzscher stand im Tor und heißt Michael Mißbach, Riesenparaden gegen Beyer, Zschätzsch und Co. vereitelte er bravourös und nur so blieben die Gäste auch im Spiel. Das Tor sollte aber nicht mehr fallen. Es kam die Schlussminute und dazu ist eingangs genug geschrieben. Den Rest muss das Sportgericht nun bewerten. 

Zum Schluss noch ein ganz großes Kompliment an die Kreinitzer Ordner um Uwe Hensel, die in der schwierigen Situation zum Ende des Spieles und auch noch danach mit sehr viel Feingefühl die Situationen gelöst haben. So soll es sein und wir als Verein sind froh Euch zu haben! Danke! 

SG Kreinitz: 

Stefan Förster, Frank Raßmann (16.min Roy Schmidt), Lars Kassner, Alex Pätzold, Mohamad Abdallah, Kevin Krawietz, Stefan Fabich, Rene Kögler, Jens Zschätzsch, Felix Bellmann, Florian Beyer 

Die Torschützen: 

0:1 Pascal Kahlert (12.min), 1:1 Stefan Fabich (32.min)